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Jahresprogramm

Jahresprogramm LLV 2017/18

Alle Lehrer und Lehrerinnen sind im LLV:

All unsere Arbeiten sollen den Organisierungsgrad der Lehrerinnen und Lehrer im Kanton Luzern möglichst Richtung 100% lenken und den seit fünf Jahren andauernden Abbau der Arbeitsbedingungen stoppen und verbessern. Durch den Einbezug des LCH, der ILCH, der Regionalorganisationen, der Schulhausvertretungen, der LLV-Arbeitsgruppen wie durch die folgenden Massnahmen, streben wir diese Ziele an:

1. Verband weiter stärken, Mitglieder halten, neue Mitglieder gewinnen:

Dies ist eine ständige und wiederkehrende Aufgabe. Der Nutzen der Verbandsarbeit muss permanent kommuniziert werden. Die breitabgestützte LLV-Struktur bietet dazu gute Möglichkeiten. Diese Chance ist zugleich Verpflichtung für alle Chargierten: Die Vakanzen müssen möglichst lückenlos ersetzt werden. Der Kontakt zu den Abgängern an der PH LU muss weiterhin gepflegt werden. Zurzeit haben wir drei Engagements des LLV vor Ort: Information zur Verbandsarbeit im Rahmen einer Pflichtveranstaltung für alle Studierenden, das bereits vierjährige Sponsoring der Studienagenda über die StudOrg der PH LU und eine Willkommenskarte für PH-Absolventinnen und -Absolventen, die gemeinsam mit der ILCH für die PH Schwyz, PH Zug und PH Luzern herausgegeben wird.

2. Arbeitsbedingungen für Lehrpersonen, Abbaumassnahmen in der Bildung

Mit der gleichen Selbstverständlichkeit, wie das Arbeitsfeld der Lehrerinnen und Lehrer stetig zunimmt, werden die Rahmenbedingungen weiterhin gekürzt. Erste Priorität für den LLV hat die Abschaffung des Ausnahmezustandes: Die Rückgängigmachung des zusätzlichen kostenlosen Unterrichtens, verursacht durch die Anhebung der Pflichtlektionen per 1.8.2017 im Rahmen des KP 17. Die Anmerkung der KR zur Überprüfung der Attraktivität als Arbeitgeber dient uns hier als Steilvorlage: Wir können belegen, dass der Kanton Luzern die mehrjährige Tätigkeit als Lehrerin/als Lehrer mit Füssen tritt. Weiter gilt es zu verhindern, dass die Klassengössen zur Korrektur der verfehlten Finanzpolitik nach oben korrigiert werden. Wie haben dahingehend einen Benchmark erstellt, der zeigt, dass sich Klassengrössen über die Kantonsgrenzen hinweg nur aus der Sicht von pädagogischen Tieffliegern vergleichen lassen. Dagegen wehren wir uns als Fachleute für Bildung. Schwieriger zu korrigieren sind jene Sparmassnahmen, deren Effekt verzögert eintritt. Dies ist z.B. bei der Optimierung der Sekundarschulkreise der Fall. Zunehmend sind die Abbaumassnahmen auch juristisch zu prüfen. Weiter pflegen wir Kontakte zu den verbandsnahen Organisationen (ILCH, LCH, VSL-LU, BCH.LU, VLM, ALP, VLG, Gewerbeverband etc.) wie auch zu den politischen Gremien (Departemente, Kommissionen des Kantonsrates, speziell EBKK, PFK, die Parteien, die Dienststelle Volksschulbildung und die Dienststelle Personal). Der LLV engagiert sich weiterhin in der Luzerner Allianz für Lebensqualität.

3. Lehrerinnen- und Lehrertag vom 22. November 2017

Am 22. November 2017 findet der 15. Lehrerinnen- und Lehrertag (LLT 2017) wiederum in der Stadthalle Sursee statt. Er dauert von 13.45 bis ca.17.45 Uhr. Das Thema ist Ab-Bau-Stellen-Bildung.  In zwei Podien werden die Bildungsziele und die nicht endenden Abbaumassnahmen diskutiert. Begleitet wird der LLT durch eine kleine Ausstellung, die vor der Tagung wie auch während der Pause besucht werden kann.

4. Projekt Arbeitsplatz Schule

Die Umsetzung der 2011 vorgeschlagenen acht Massnahmen zur Steigerung der Attraktivität der Unterrichtstätigkeit ist mit der Aufstockung der SL-Pensen per Januar 2017 praktisch abgeschlossen. Der wichtigste Erfolg für den LLV war die 2. Entlastungslektion für Klassenlehrpersonen. Diese wird jedoch relativiert, indem es bereits einen Kanton gibt, der für die immer weiter anwachsenden Arbeiten der Klassenlehrpersonen drei Lektionen zur Verfügung stellt.

5. Berufsauftrag und Arbeitszeit der Lehrpersonen

Der Berufsauftrag dient aktuell dazu, Abbaumassnahmen gemäss der Gewichtung der vier Arbeitsfelder zu regeln. Die Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer wurde per 1.8.2017 auf über 100% erhöht. Die lohnrelevante Grösse des Berufsauftrages, nämlich die Unterrichtsverpflichtung in Lektionen, die 87.5 % des gesamten Berufsauftrages umfasst, wird zum Sparschieber. Das gilt es zu verhindern, weil alle vier Arbeitsfelder zusammen ein Ganzes ergeben.

6. Besoldung

Nach wie vor halten wir an der Lohnentwicklung von ca. 1.3% pro Schuljahr fest. Um eine verlässlichere Lohnentwicklung zu erhalten, prüfen wir die Möglichkeit eines GAV (Gesamtarbeitsvertrag).

7. Arbeitsmarktsituation für Lehrpersonen 2017/18

Der LLV fordert eine Besetzung aller freiwerdenden Stellen in der Regel durch adäquat ausgebildete Lehrpersonen. Notwendige Nachqualifikationen müssen für betroffene Lehrpersonen zeitlich und finanziell leistbar sein. Klassenassistenzen dürfen nicht zur Untergrabung der Lehrerinnen- und Lehrertätigkeit werden. Kündigungen aus strukturellen Gründen sind mit entsprechenden Massnahmen abzufedern. Gelingt dies nicht vor Ort, kann auf der LLV-Geschäftsstelle Unterstützung angefordert werden.

8. Schulen mit Zukunft

Das Projekt Schulen mit Zukunft unterstützen wir weiterhin. Hier sitzen alle Player der Volksschule zusammen, und so können wir effizient unsere Anliegen einbringen. Durch diese Beteiligung nehmen wir Einfluss auf die Unterrichtsentwicklung. Dabei setzen wir unseren Fokus auf die Bedingungen für die Lehrpersonen.

9. Integrative Förderung

Es mangelt weiterhin an ausgebildeten IF-, SHP- und DaZ-LP. Die Ausbildung dieser Lehrpersonengruppe muss weiter intensiviert werden. Zwischenzeitlich gibt es ein entsprechendes niederschwelliges Weiterbildungsangebot für Förderlehrpersonen, das als Sprungbrett für eine vertiefte Ausbildung dient. Die Hürden für integrative Sonderschüler werden zunehmend nach unten korrigiert. So gibt es immer mehr Schülerinnen und Schüler mit Sonderschulbedarf, die in Regelklassen unterrichtet werden. Die Unterstützungshilfen pro Kind dürfen nicht noch mehr beschnitten werden, um eine zusätzliche Belastung der Klassenlehrperson zu verhindern.

10. Lehrplan 21/WOST 2017/WOST 2019

Weiterhin fordern wir, dass die Umsetzung mit den entsprechenden Mitteln versehen wird und nicht auf Kosten der Alternierungslektionen und den gestalterischen Fächern finanziert wird. WOST17 soll nach dem Willen des Kantonsrates kostenneutral umgesetzt werden. Wir setzen uns das Ziel, die minimale Gruppengrösse nach unten zu korrigieren oder wieder im Halbklassenunterricht unterrichten zu können. Wir fordern in Zusammenarbeit mit VSL-LU, dem Gewerbeverband und den Parteien wiederholt eine kleinere Gruppengrösse auf der Sek I oder Halbklassenunterricht in den Fächern TTG und WAH. Dahingehend haben wir im Schuljahr 2017/2018 entsprechende Ressourcen für die Abstimmungskampagne, eine Fremdsprache auf der Primarstufe, bereitgestellt. Wir engagieren uns mit unseren Kommunikationsmitteln und unseren Mitgliedern im Abstimmungskomitee. Wir setzen uns dafür ein, dass die Volksabstimmung auf jeden Fall durchgeführt (VR Beschluss vom 22. März 2017) wird, auch wenn in Zürich am 21. Mai 2017 die gleiche Initiative abgelehnt wurde.

11. Leistungsmessung

Wir beobachten kritisch die sich entwickelnden Massnahmen zur Leistungsmessung auf ihre Umsetzbarkeit im Rahmen des LCH und der ILCH. Die Leistungsbeurteilung muss die Förderkomponente für Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen mitberücksichtigen. Zudem verlangen wir für die Kompetenzenbeurteilung aus dem LP 21 entsprechende, einfache, zeitgemässe Instrumentarien.

12. Lehrerinnen- und Lehrerbildung

Der LLV engagiert sich weiterhin in der Zusammenarbeit mit der PH Luzern für gute Aus- und Weiterbildungen. Die Lehrerinnen- und Lehrerbildung muss die Studierenden so ausbilden und auf das kommende Berufsleben vorbereiten, dass die Aufgaben der zukünftigen Schule z.B. (Integration von Flüchtlingen) erfüllt werden können. Quereinsteiger, Wiedereinsteiger und den Berufseinstieg niederschwellig zu begleiten (Mentorate) sind weitere Schwerpunkte. Da seit Jahren die uns zustehende Lohnentwicklung fehlt, lehnen wir bezüglich der Praxisbegleitung die Übernahme weiterer Verpflichtungen per VBG ab.

13. Lehrerinnen- und Lehrerweiterbildung (WB)

Die Weiterbildung muss die aktuellen Anforderungen der Schulen aufnehmen und Angebote für die im Beruf stehenden Lehrpersonen bereitstellen. Die freie Wahl der Weiterbildung wird auch im kommenden Schuljahr 2017/2018 (LP 21, Massnahmenplan bei der externen Evaluation, neue Lehrmittel) stark eingeschränkt.

14. Dienstleistungen

Der LLV nimmt seine wichtige Aufgabe als Dienstleister gegenüber seinen Mitgliedern wahr. Im Zentrum steht die Beratung. Wir kommunizieren unser aktualisiertes und individuelles Dienstleistungsangebot. Gemeinsam mit dem Profitcenter LCH schaffen wir interessante Angebote, die allen LLV-Mitgliedern zur Verfügung stehen. Ergänzend zum Jahresprogramm des LLV steht die LCH-Agenda 2017/18, die wichtige Tätigkeitsfelder im Bildungsbereich auf schweizerischer Ebene festhält.

 

Das Jahresprogramm des LLV für das Verbandsjahr 2017/2018 wurde an der Verbandsratssitzung 4-16/17 vom 07. Juni 2017 in Sursee besprochen und genehmigt..

Luzern, 07.Juni 2017

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